Die geplante Wieder-Inbetriebnahme des Kraftwerkes ÖDK3 schlägt den Bemühungen um Reduktion des CO2-Ausstoßes vor dem Hintergrund der Klimaschutzdiskussion ins Gesicht.
Durch die Verbrennung von nahezu 1 Million Tonne Steinkohle werden jährlich ca. 2,5 Millionen Tonnen CO2 freigesetzt.
Zusätzlich entstehen bei der Verbrennung Schadstoffe, die erwiesenermaßen sowohl Umwelt als auch Gesundheit schädigen. Hauptschadstoffe sind Kohlenmonoxid, Stickstoffoxid, Arsen, Schwefeldioxid, Chlorverbindungen, Nickel, Blei, Cadmium und Quecksilber, Feinstaub und radioaktive Stoffe. Selbst wenn der Betreiber die vom Gesetzgeber festgelegten Höchstgrenzen einhält, handelt es sich um eine nicht zu verantwortende zusätzliche massive Belastung durch zum Teil hochtoxische Substanzen.
Ärzte und Ärztinnen bezeichnen die Schadstoffbelastung in der Nähe eines Kohlekraftwerkes als unkalkulierbar gesundheitsgefährdend.
So führt z.B. der Feinstaub zu vermehrten Atemwegs- und Herzkreislauferkrankungen und erhöht die Sterblichkeitsrate. Nicht ohne Grund dürfen wir per Verordnung im Winter nur mehr mit reduzierter Geschwindigkeit mit dem Auto fahren, aber die Feinstauberhöhung durch das Kraftwerk spielt keine Rolle ...
Reizgase wie Schwefeldioxid und Stickoxide schädigen die Atemwege; es ist mit einer Zunahme der Asthma- und Allergierate zu rechnen.
(Quelle: Ärzteinitiative Wiesbaden gegen Kohlekraftwerke)