In einer Presseaussendung haben sich die Naturfreunde Steiermark klar von der durch die Naturfreunde Voitsberg im parteipolitischen Interesse gestarteten Unterschriftenaktion, in der sogar die Abwanderung der Projektgegner gefordert wird, distanziert.
Sie verwehren sich gegen den Slogan "Umweltschutz oder Arbeitsplätze" und meinen, dass es nur "Umweltschutz und Arbeitsplätze" heißen kann und Arbeitsplätze auch durch Investitionen in eine gesunde Umwelt geschaffen werden können.
Hier der exakte Wortlaut der Aussendung:
Naturfreunde nicht für Kohlekraftwerk
Stellungsnahme der Naturfreunde Steiermark zum Kohlekraftwerk der ÖDK
Eine in der Weststeiermark kursierende Unterschriftenliste für eine Inbetriebnahme des ehemaligen Kohlekraftwerkes der ÖDK hat nicht die Unterstützung der Landesleitung der steirischen Naturfreunde. Die Gegenüberstellung „Umweltschutz oder Arbeitsplätze“ heißt für die Naturfreunde „Umweltschutz und Arbeitsplätze“. Es gibt Bereiche, in denen dem Umweltschutz der Vorrang eingeräumt werden muss, so auch im Falle eines Kohlekraftwerkes im Umfeld einer sehr seniblen Feinstaubregion, wie sie in den Bezirken Graz, Graz-Umgebung und Voitsberg herrscht.
Die dürftigen Ergebnisse des Klimagipfels in Kopenhagen sind eine Verpflichtung für moderne Länder, alle Auswirkungen des wirtschaftlichen Handels genau abzuwägen. Was dem globalen Klima schadet, das schadet auch dem einzelnen Menschen. Arbeitsplätze werden auch durch Investitionen in eine gesunde Umwelt geschaffen, erklärt der Landesvorsitzende der steirischen Naturfreunde, LAbg. Mag Gerhard Rupp zu diesem Thema.