Die Entsorgung von Siedlungs- und Industrieabfällen wird weltweit zum wachsenden Problem.
Trotz Reduktion einiger Schadstoffe in Schornsteinemissionen gelangen durch moderne Müllverbrennungsanlagen nach wie vor zahlreiche giftige Substanzen in die Atmosphäre.
Diese Chemikalien finden sich auch in den festen Verbrennungsrückständen wie Flugasche und Schlacke.
Zudem führt die Reduktion von Dioxinen und anderen Schadstoffen in den Schornsteinabgasen gewöhnlich zu erhöhten Emissionen dieser Chemikalien in den anderen Müllverbrennungsanlagen-Rückständen.
In der Mehrheit der Fälle können die mit Müllverbrennungsanlagen in Zusammenhang gebrachten Gesundheitsschäden nicht auf einen bestimmten einzelnen Schadstoff zurückgeführt werden.
Da zudem nicht genügend Datenmaterial vorhanden ist, ist es unmöglich, vorherzusagen, welche gesundheitlichen Schäden durch Müllverbrennungsanlagen auftreten können, egal, ob es sich um neue oder umwelttechnisch verbesserte Anlagen handelt.
Müllverbrennungsanlagen sind auch kontraproduktiv für die Müllvermeidung. Wenn eine Müllverbrennungsanlage besteht, sollte diese auch bis zur maximalen Kapazität „gefüttert“ werden. Dies hat einerseits ökonomische Gründe (minimale Kosten pro verbrannter Tonne), andererseits technische Gründe (Verbrennung ist besser bei voller Auslastung).
Gerade in Österreich gibt es derzeit einen gezielten Rückgang bei der getrennten Kunststoffsammlung. Grund: die Müllverbrennungsanlagen brauchen den Kunststoff… (Quelle: Greenpeace Österreich)
Download: Müllverbrennung und Gesundheit