Unsere Aktionen und laufenden Gespräche mit Politikern haben Erfolg gezeigt. Wie von Landesrat Wegscheider bei einem Treffen nach den Demonstrationen versprochen hat er durch seine Rechtsabteilung das Projekt genau unter die Lupe nehmen lassen und ist zur Auffassung gelangt, dass der Umbau des Kraftwerkes auf Steinkohlebetrieb aus Gründen des Wasserrechtes nicht möglich sein wird. Laut Expertise soll der Kohlebunker im Voitsberger Wasserschutzgebiet stehen - es befindet sich der Voitsberger Hauptbrunnen an dieser Stelle. Dadurch werde mit 99% Wahrscheinlichkeit der für den Umbau nötige Wasserrechtsbescheid negativ ausfallen.
Die A-TEC hat nun 2 Möglichkeiten:
1) Sie beendet das Projekt und verwertet die Bestandteile des Kraftwerkes
2) Sie überarbeitet den Projektantrag und bringt das Projekt erneut ein.
Sollte ein neues Projekt eingebracht werden, so würde das laut Landesrat Wegscheider unweigerlich eine UVP erfordern, da dann nicht das derzeit konservierte Kraftwerk wieder aufgesperrt werden sondern praktisch ein neues Kraftwerk in Betrieb genommen werden würde. Die UVP würde das Projekt um Jahre verzögern und daher für die A-TEC-Gruppe aus Sicht der Experten in Wegscheiders Abteilung höchstwahrscheinlich nicht wirtschaftlich zu führen sein.
Zusätzlich kann man davon ausgehen, dass sich die EU-weit laufenden Diskussionen des Beitrages von Kohlekraftwerken zum Klimawandel negativ auf neue Kraftwerksprojekte auswirken wird - hier spielt die Zeit für uns. Je länger die Verzögerung desto unwahrscheinlicher wird die Inbetriebnahme.
Wir werden jedenfalls Augen und Ohren offen halten und wie bisher alle Mittel und Wege ergreifen, die Inbetriebnahme zu verzögern und im Endeffekt zu verhindern.
Bitte unterstützt uns auch weiterhin in unseren Bemühungen - nur gemeinsam sind wir stark und werden den Wahnsinn verhindern.
Die Schlacht ist gewonnen, der Krieg noch nicht!