Nach unserer großartigen Demo kam postwendend per KleineZeitung-Artikel die Reaktion von Kovat's A-Tec http://www.kleinezeitung.at/steiermark/2304757/kovats-will-kraftwerk-frei-emissionen.story
Hierzu ist folgendes anzumerken:
Eine Feinstaub-Zusatzbelastung von 183.000 kg als quasi großartig darzustellen zeigt, wie wenig Interesse der Investor an unserer Gesundheit und unseren Problemen hat. Aber die Anmerkung, durch die Reduktion auf 183.000 kg wäre man auf unter 1% der Voitsberger Gesamt-Staubbelastung zeigt uns, dass die A-Tec mittlerweile selbst mit einer UVP rechnet, denn dort gibt es für Mehrbelastungen ein Schwellenwertkonzept, das geringe Mehrbelastungen als für die Gesamtbelastung irrelevant abtut - und die A-Tec versucht jetzt schon zu argumentieren, dass ihre Mehrbelastung unter diesem Schwellenwert liegt.
Wir sind jetzt schon sehr gespannt, welche Sachverständige der A-Tec bescheinigen, dass wir in Voitsberg bereits jetzt eine Feinstaubbelastung haben, die etwa hundert mal größer ist als die durch das Kraftwerk verursachte Zusatzbelastung. Aber nach unseren bisherigen Erfahrungen mit (Amts-)Sachverständigen wird das für ihn sicher kein Problem darstellen.
Wir fragen uns allerdings auch, wie unsere Gesetzgeber Gesetze machen können, die in Gegenden mit höherer Belastung höhere Zusatzbelastungen zulassen als in unbelasteten Gebieten.
Ich zitiere aus dem Bescheid des Gaskraftwerkes Mellach: "... Hinsichtlich der nicht als irrelevant anzusehenden Stickstoffoxidemissionen ist die Genehmigung dennoch zu erteilen, da diese im luftbelasteten Gebiet Großraum Graz nur noch als irrelevante Zusatzimmission anfallen." - auf Deutsch: Die Luft in Graz ist eh schon so schlecht, dass die Zusatzbelastung keine Rolle mehr spielt.
Zum Punkt im Kovats-Artikel, dass in eineinhalb bis zwei Jahren ein emissionsfreies Kraftwerk entstehen soll möchte ich Herrn Kovats gratulieren. Weltweit forschen die besten Firmen und stecken Milliarden in die Entwicklung besserer Filter und die CO2-Abscheidung, allerdings hat es noch keine geschafft, durch Filter oder was auch immer die gesamten Schadstoffe zu eliminieren. Und die CO2-Abscheidung gibt es derzeit ausschließlich im Laborversuch, alle größeren Versuche sind bis dato gescheitert.
Wir denken eher, dass Kovats für das Kraftwerk EU-Förderungen im Zuge der Forschung bekommen will und diese erst bekommt, wenn er auch ein genehmigtes Kraftwerk hat. Anschließend wird er bei uns forschen, wieviel man wirklich in diesem Kessel verheizen kann und wieviel Müll reinpasst und nach der von der EU finanzierten Forschungszeit feststellen, dass es leider nicht funktioniert hat, emissionsfrei zu werden.